FFW Lottstetten

SSF 2013

Kreisjugend-Feuerwehrveranstaltung Sport-Spiel-Feuerwehr am 29.09.2013 in Lottstetten

Zum 1. Mal war Lottstetten Austragungsort der jährlich stattfindenden Kreisjungend-Feuerwehrveranstaltung „Sport-Spiel-Feuerwehr“.

Nach wochenlanger Vorbereitungszeit, mehreren Sitzungen, Besprechungen, unzähligen Telefonaten, notwendigem schriftlichen Dingen, Spiele-Ausarbeiten und Testen im Gerätehaus und auf den Strecken, Organisation der Verpflegung und noch unzählige andere Kleinigkeiten, konnte es am Sonntagmorgen um 07.30 Uhr endlich losgehen.

Vorher mussten aber noch die 14 Stationen der beiden Strecken aufgebaut werden. Um nicht unnötig in Zeitdruck zu geraten, entschloss man sich kurzfristig, dies bereits am Samstagnachmittag zu erledigen, was sich im Nachhinein als goldrichtig erwies. Von 13.00 – 18.00 Uhr war man nämlich damit beschäftigt, bevor es in der Gemeindehalle mit dem Aufbau weiterging. Um ca. 22.00 Uhr war dann alles erledigt und man war für den folgenden Tag gerüstet.

Bereits um 06.00 Uhr morgens trafen sich die die beiden Hauptverantwortlichen der Feuerwehr, Jugendleiter Christoph Brugger und sein Stellvertreter Mario Kalff und Walter Schlageter um die notwendigen Utensilien an die einzelnen Spielstationen auszufahren. Das gesamte Küchenteam (Eltern der Jugendfeuerwehr-Mitglieder) unter der Leitung von Pietro Nicolosi war ebenfalls bereits um 06.00 Uhr hellwach, um für den 1. Ansturm gerüstet zu sein.

Um 07.00 Uhr trafen sich dann die eingeteilten Helferinnen und Helfer (Mitglieder der Feuerwehren Lottstetten einschl. Jugendfeuerwehr, Dettighofen und Jestetten und dem DRK und noch einigen freiwilligen Helferinnen und Helfern), um zu den einzelnen Stationen gefahren zu werden. Dort angekommen, erhielten sie vom Jugendleiter und dem Stellvertreter noch eine kurze Einweisung.

Zur gleichen Zeit trafen bereits die ersten Jugendfeuerwehr-Gruppen in der Lottstetter Gemeindehalle ein. Dort wurden sie von Kommandant Thomas Kromer und seinem Stellvertreter Bertrand Lorenz in Empfang genommen. Alle Gruppen erhielten eine kurze Erklärung zu den 2 Strecken, welche jeweils ca. 7,5 km lang zu Fuß zu bewältigen waren. Außerdem wurden den Gruppen vor dem Start eine Mappe mit Planwerk von Lottstetten, Streckeneinzeichnungen, Verhaltensregeln und Notfall-Telefon-Nummern ausgehändigt. Von den gemeldeten 42 Jugendfeuerwehrgruppen und ihren Betreuern waren schlussendlich immerhin 35 erschienen; dafür aber mit mehr Jugendlichen als gedacht, so dass der Ausfall der 7 Gruppen hierdurch wieder ausgeglichen wurde.

Pünktlich um 07.30 Uhr wurden die beiden ersten Gruppen auf die 2 Strecken geschickt. Alle Kreuzungen und Abbiegungen wurden rot markiert, so dass ein Verlaufen fast unmöglich war, dennoch aber vereinzelt vorkam.

Die Strecke 1

Die Strecke 1 führte von der Gemeindehalle zum Feuerwehrgerätehaus (Station 1 – Wasserbombenspiel), dann weiter nach Balm (Station 2 am Buswartehäuschen – Riechen, Schmecken, Fühlen) und weiter zur Kläranlage (Station 3 – ein selbst gebautes kleines Feuerwehrauto musste hier mit Wasser aus einem B-Strahlrohr angetrieben werden, was auch bis kurz vor dem Ende der 1. Runde funktionierte; aufgrund der teilweise starken Beanspruchung des Fahrzeugs, die fehlenden Fahrpraxis der ausschließlich jungen Fahrer und der fehlenden Serienreife des Fahrzeuges erlitt dieses dann einen Achs- und Reifenbruch, was in der kurzen Zeit nicht behoben werden konnte). Dadurch musste diese Station leider gänzlich aus der Wertung genommen. Danach ging es nach der Kläranlage am Waldrand entlang bis zur 4. Station, wo mit 3 Skiern versucht werden musste, so weit wie möglich zu laufen. Von der Theorie her, sollte man meinen, klingt das doch einfach, aber in der Praxis sah dies dann so aus, dass alle Gruppenmitglieder auf den Skiern standen, einer hatte aber den linken und mittleren Ski an, der nächste den mittleren und linken und so weiter; Koordination war hier besonders gefragt. Von der 5. Station (hier galt es mit einem Fernglas von einem bestimmten Punkt aus verschiedene feuerwehrtechnische Gegenstände, die an Ästen und Bäumen in Form von laminierten A-3 Papier aufgehängt waren, zu suchen und zu bestimmen) ging es noch tiefer in den Wald zur 6. Station, wo mit einer Handsäge ein Gewicht von genau 250 Gramm von einem Holzstamm abgesägt werden musste. An der 7. und letzten Station (Nackermühle) der 1. Strecke  stand ein Kleiderbügel-Zielwerfen auf dem Programm, bevor die Gruppen dann vom Gasthaus „Nackermühle“ mit bereitstehenden MTW’s wieder zur Gemeindehalle gefahren wurden, wo man sich bei Hot-Dogs, warmem Fleischkäse mit Kartoffelsalat, Kuchen sowie kalten und warmen alkoholfreien Getränken für die Nachmittagsrunde stärken konnte.

Bilder: Th. Güntert

Die Strecke 2

Die Strecke 2 führte von der Gemeindehalle aus zum Wanderparkplatz, wo das DRK Ortsverein Jestetten-Lottstetten mit der 1. Station oberhalb der Bahnlinie wartete. Verschiedene Fragen und Aufgaben mussten hier gelöst werden, jedoch ohne Bewertung. Weiter ging es im „Oberdorf“ zur 2. Station auf dem Rheinaublick-Parkplatz, wo das Geschicklichkeitsspiel „Tampon-Angeln“ als Aufgabe wartete. Hier mussten Tampons an einer Angel festgemacht und in eine gefüllte Wasserflasche gebracht werden und danach die Flasche mit dem Tampon in eine andere Kiste gehoben werden. Am Lottstetter Wasserhochbehälter beim Fernsehturm (3. Station) war logischerweise ein Wasserspiel angesagt: mittels einem umgekehrt auf einen Feuerwehrhelm mit Schrauben fixierten weiteren Feuerwehrhelm musste zuerst Wasser mit einem Schwamm in den Helm ausgepresst werden und danach über einen Parkur in ein Sammelbehältnis geschüttet werden. Logischer Weise kam nicht alles Wasser im Behälter an, aber das störte die Stimmung der dann teilweise recht nassen Jugendlichen keineswegs. Weiter in Richtung Hau-Wald wartete bei der 4. Station eine sehr schwierige Aufgabe auf die angehenden Feuerwehrfrauen und Männer: durch ein Spinnennetz mit 6 Lücken mussten ohne das Netz zu berühren, 6 Teilnehmer hindurch kriechen, springen oder durch andere Gruppenmitglieder durchgereicht werden. An der 5. Station im Wald war die Reaktion der gefragt: Beim „Nussknacker-Spiel mussten mit einem Hammer Nüsse (Wal- und Haselnüsse), die aus 2 Öffnungen herauskamen (man wusste nur nicht aus welcher), geknackt werden, wobei man aufgrund des Schlagkorridors nur 1 Schlag machen konnte; entweder man traf die Nuss oder, was überwiegend der Fall war, die Nuss konnte sich unbeschädigt davon rollend retten. An der 6. Station bei der Hauweg-Hütte war ein großes Lungenvolumen und Kondition gefragt: über 3 an einem Verteiler angebrachte C-Strahlrohre und einem C-Schlauch als Verlängerung musste ein Luftballon zum Platzen gebracht werden. Am Bischof-Starck-Haus (7. Station) fand der Abschluss der 2. Strecke mit einem Leinenbeutel-Zielwerfen statt. Hier konnte man mit etwas Glück und Geschick nochmals viele Punkte gutmachen.

Bilder: Th. Güntert

Ein ungewöhnlicher Zwischenfall

Größere Zwischenfälle auf den Strecken gab es keine. Für das Team des DRK war es bis auf eine kleine Behandlung ein ruhiger Tag. Für eine gewisse Aufregung sorgte dann aber die Mitteilung des Betreuers der Jugendfeuerwehr Dettighofen, die einen Entstehungsbrand in einer Garage in der Nähe eines Gasthauses mit einem Feuerlöscher blitzschnell löschten. In der Garage stand noch ein PKW und man kann nur erahnen, was passiert wäre, wenn hier nicht geistesgegenwärtig gehandelt worden wäre. Ein großes Lob nochmals an die Jugendfeuerwehr Dettighofen für ihr vorbildliches Handeln. Durch diese Löschaktion erhielte diese Jugendgruppe von der Wettkampfleitung Bonuspunkte, was in der Punktewertung aber keine große Rolle spielte.

Nachdem dann die letzte Mannschaft um 16.30 Uhr wieder in der Gemeindehalle eingetroffen war, konnte die Siegerehrung um 17.15 Uhr beginnen. Nach einer Begrüßung aller Teilnehmer durch Kommandant. Thomas Kromer bedankte dieser sich zuerst bei allen Helferinnen und Helfern, den Sponsoren (stellvertretend hierfür bei den Firmen. Rehm, Kies & Betonwerk, Lottstetten, für die gespendeten 100 Helfer-T-Shirts und bei der Bäckerei Jünger für 1.200 gespendete Brötchen). Er lobte ausdrücklich das disziplinierte Verhalten der Jugendfeuerwehren. Bürgermeister Jürgen Link bemerkte in seiner kurzen Ansprache das Engagement der beiden Verantwortlichen – Jugendleiter Brugger und Stellvertreter Kalff – und stellte fest, dass es die Feuerwehr mit dieser Veranstaltung geschafft hat, die Gemeindehalle restlos zu füllen und er sich nicht erinnern könne, wann dies das letzte Mal der Fall gewesen wäre. Nachdem Kommandant Kromer dem Bürgermeister (er hatte an diesem Tag Geburtstag) mit einem Geschenk im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Lottstetten gratuliert hatte, übernahm Kreisjugendwart Pattric Grzybek das Mikrophon. Unter Applaus bedankte sich bei der Feuerwehr Lottstetten für die Durchführung dieser Kreisveranstaltung und die perfekte Organisation.

Die Sieger

Die anschließende Siegerehrung brachte folgendes Ergebnis:

  1. Jugendfeuerwehr Görwihl-Strittmatt-Engelschwand
  2. Jugendfeuerwehr Ühlingen-Birkendorf
  3. Jugendfeuerwehr Bonndorf